Viele Jahre habe ich gesucht nach dem für mich passenden Ausdruck. Orientiert nach der vermeidlichen Zielgruppe und den damit verbundenen Kommunikationsmustern. So viele Gedanken und Anläufe. So oft gegen die Wand gelaufen. Immer wieder, in Dankbarkeit Tips angenommen und mich an schon erfolgreichen Menschen orientiert. „Erfolg“ definierend und selbstoptimierend. Angetrieben von dem Erschaffen, Kreieren wollen.

Doch desto mehr Mühe und Liebe ich in die für die Zielgruppe konzipierte Arbeit fließen ließ, umso mehr entfernte ich mich von mir selbst. Ich imitierte meine Gurus und irgendwie passten die Schuhe nicht. Aber nicht, weil sie mir zu gross oder zu klein waren. Es waren nicht meine! Das Ausprobieren war sehr wertvoll, ich lernte viel, doch vor allem wurde mir klar, was ich nicht bin.

Bis eines Augenblicks das galoppierende Pferd zum stillstand kam. Friedlich genoß ich den Zustand frei vom Willen und irgendeinem Antrieb. In Dankbarkeit und Frieden, beschenkt von dem jetzigen Augenblick. Der Druck jemand werden zu wollen oder meine Aufgabe finden zu müssen, war wie weggeblasen. Eines Tages erwischte es mich wie ein Blitz: „So nun schreibst Du und teils das Erlebte!“ Es war kein subtiler Vorschlag. Also gab es auch keine Wahl. Oh, ich genoß diese Stille so sehr. So eine Fülle und Frieden in dem gewöhnlichen Sein, so frei vom Funktionieren und Feedbacks, dass ich im zweiten Augenblick einen Widerstand dagegen spürte: „Oh das können Andere besser als ich!“

Ihr müsst wissen, dass ich immer wieder Schwierigkeiten mit der Rechtschreibung habe und meine Art und Weise der Kommunikation , die mein Mann liebevolle die „Nano-Nano“ oder „Yoda-Sprache“ nennt, eine Herausforderung sein kann. Doch ich ließ diesen Impuls vorbeiziehen und weiter ging die Reise. Diesmal gibt es kein Gegenüber, das erreicht werden muss. Vielmehr ist es ein Zurückgeben. Das Teilen dieser Geschichten ist eine Danksagung an meine spirituelle Lehrer und das Leben.

Der Blog wird gefüllt von Themen wie Meditationsübungen, Erziehung, Sex, Tod, Heilung, Transformation im Alltag und mehr.

Es geht nicht darum, Fragen zu beantworten und auch nicht darum, geliehenes Wissen weiter zu geben. Vielmehr geht es um eine liebevolle Provokation, frei vom reflektierenden Drang nach Reaktion.